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8. Juni 2009:
Beisicht: Zeit für einen Neuanfang!
Interview mit dem Vorsitzenden der pro-Bewegung, Rechtsanwalt Markus Beisicht,
zum Ausgang der Europawahl.
Frage: Herr Beisicht, wie bewerten Sie den Ausgang der Europawahl?
Beisicht: „Es gibt in Europa mit Ausnahme von Deutschland einen Trend zu
modernen, rechtsdemokratischen bzw. rechtspopulistischen Formationen, die
inhaltlich ähnlich aufgestellt sind wie die pro-Bewegung. Nicht umsonst sind wir
für viele erfolgreiche demokratische Rechtsparteien in Europa trotz unseres
primär regionalen Ansatzes der Partner in der Bundesrepublik. Die grandiosen
Wahlerfolge von Geert Wilders, HC Strache und andere haben für uns absoluten
Vorbildcharakter und bestärken uns auch in der Bundesrepublik alles daran zu
setzen, eine kommunal verankerte vorzeigbare und seriöse Plattform nach dem
Graswurzelprinzip aufzubauen.
Die
Europawahlen in der Bundesrepublik erwiesen sich für die noch vorhandenen
Rechtsaußengruppierungen bzw. für sonstige Splitterparteien zum totalen
Desaster. Patriotische, euroskeptische und rechtsdemokratische Segmente waren in
diesem Wahlkampf noch nicht einmal im Ansatz erkennbar. Die verbrauchte alte
politische Rechte hat sich endgültig aus dem politischen Ring verabschiedet und
liefert sich nunmehr ein Kopf- an Kopfrennen mit so seriösen Formationen wie der
Piratenpartei. Es ist daher Zeit für einen vollständigen Neuanfang. Interessant
ist im Übrigen auch, dass es selbst der Linkspartei nicht gelungen ist,
nennenswert Protestwähler an sich zu binden. Unzählige Wählerinnen und Wähler,
die für eine erfolgversprechende rechtsdemokratische Plattform ansprechbar
wären, sind gestern aus gutem Grunde mangels Alternative zu Hause geblieben.“
Frage: Welche Schlussfolgerungen ziehen Sie aus dem Ergebnis der Europawahl?
Beisicht: „Auch für uns sind die Kommunalwahlen am 30.08.09 noch nicht gewonnen.
Es gibt derzeit sicherlich keine allgemeine Protestwelle wie im Jahre 2004. Wir
müssen also selber aus eigener Kraft Wahlerfolge erkämpfen. Im Gegensatz zu den
verbrauchten politischen Formationen sind wir jedoch gut aufgestellt, kommunal
verankert und kampagnenfähig. Wir sind ein Zusammenschluss patriotischer Bürger
und kommunaler Mandatsträger aus ganz Nordrhein-Westfalen, die unabhängig von
den großen Parteien primär die Interessen der einheimischen Bevölkerung in den
Stadträten und Kreistagen wahrnehmen will. Mit unseren Kernthemen, schleichende
Islamisierung, Überfremdung, ausufernde Kriminalität in unseren Städten sowie
der Kampf gegen Klüngel, Korruption und Vetternwirtschaft werden wir in vielen
nordrheinwestfälischen Städten den berechtigten Unmut der Bürger politisch in
Wählerstimmen kanalisieren.
Wir sind kurz vor den Kommunalwahlen gut aufgestellt, kampagnenfähig und werden
in den kommenden Wochen mit einigen nonkonformen Aktionen die mediale
Schweigespirale durchbrechen. Wir haben nur dann eine realistische Chance, wenn
vor Ort über uns debattiert, sich aufgeregt und geredet wird. Wer meint, eine
Oppositionskraft müsste sich verstecken, dürfe nicht provozieren und unter gar
keinen Umständen anecken, hat letztendlich nichts begriffen. Der Schlüssel zum
Erfolg ist primär eine kommunale Verankerung. Daneben ist ein seriöses,
bürgerliches Erscheinungsbild sowie eine Absage an jedwede Art von Extremismus
ganz entscheidend. Und nicht zuletzt steht und fällt der Erfolg mit der
Durchführung eines provokanten und öffentlichkeitswirksamen Wahlkampfes. Nur wer
die Schweigespirale durchbricht, kann nennenswerte Wahlerfolge erzielen.
Wir wissen um die Schwere unserer Aufgabe und sind jetzt gefordert, am 30.08.09
den Beweis anzutreten, dass es auch in Deutschland möglich ist, als
rechtsdemokratisches Politikmodell überzeugende Wahlerfolge zu erzielen.“
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