Die Stadt Köln ist kein
Selbstbedienungsladen!
Im Großen wie im Kleinen: Die etablierten Parteien scheinen wohl zu glauben,
sich alles erlauben zu können.
Die mehr oder minder originellen Plakate
zur Europawahl sind wohl den meisten Kölnern noch in Erinnerung. Waren viele
davon schon vor der Wahl ein politisches Ärgernis, so wurden zahlreiche
aufgehängte Wahlplakate nach dem 7. Juni auch noch zu einem finanziellen
Ärgernis. Denn etliche Plakate wurden nicht – wie vorgeschrieben – von
ihren Verursachern, also den Parteien, fristgerecht entsorgt, so daß nun die
Stadtverwaltung einspringen musste. Eine Aktion, die natürlich mit
finanziellen Kosten für den Kölner Haushalt verbunden ist.
Noch sind die Namen der betroffenen
Parteien nicht öffentlich
bekannt, genauso wenig wie bekannt ist, ob sich die Stadt Köln die Kosten
zurückerstatten läßt und Ordnungsgelder bzw. andere Strafen verhängt. Der
stellvertretende pro-Köln-Vorsitzende Markus Wiener hat deshalb für die letzte
Sitzung des Finanzausschusses vor der Kommunalwahl eine Anfrage zur Aufklärung
dieses Sachverhaltes gestellt, in der es heißt:
„Verschiedenen Presseberichten war zu
entnehmen, dass nach der Europawahl etliche Wahlplakate von diversen Parteien
nicht wie vorgeschrieben von diesen selbst fristgerecht abgehängt wurden.
Stattdessen musste nun die Stadtverwaltung einspringen, mit den damit
verbundenen Kosten für den Kölner Haushalt. Dazu ergeben sich folgende Fragen:
1. Welche Parteien haben ihre Plakate nicht
fristgerecht abgehängt?
2. In welchem Umfang belaufen sich ungefähr
die Kosten zur Beseitigung der Plakate insgesamt und aufgeschlüsselt nach den
verschiedenen betroffenen Parteien?
3. Welche Maßnahmen wurden bereits
getroffen, um von den verursachenden Parteien die Kosten für die Beseitigung
zurückerstattet zu bekommen?
4. Wurden darüber hinaus auch
Ordnungsgelder bzw. andere Strafen verhängt? Wenn nein: warum nicht?“
Die Fraktion pro Köln wird die Leser dieser
Internetseite über den Fortgang in dieser Angelegenheit auf dem Laufendem
halten. Denn Steuergeldverschwendung beginnt nicht erst bei Millionenbeträgen
und muß auch bereits im Kleinen rigoros bekämpft werden!