Stadt Köln droht spätestens 2011 die
Pleite!
Neue Steuerschätzungen offenbaren die
katastrophalen Ausmaße der Kölner Haushaltsmisere: Rekorddefizit von über 850
Millionen Euro in den nächsten drei Jahren erwartet! – Wiener: Fraktionen von
CDU, SPD, Grüne und FDP haben die Stadt finanziell ruiniert und an die Wand
gefahren!
Schon seit vielen Jahren ist die Kölner
Stadtkasse meistens leer – trotz sprudelnder Gewerbesteuereinnahmen und
riesiger Gewinne aus den städtischen Gesellschaften, die die Kölner Bürger mit
unzähligen Gebühren zur Kasse bitten. Noch bis vor kurzem unterlag die
Stadt deshalb einem Haushaltssicherungskonzept, der Nothaushalt drohte. Bis
der „Haushalts-Koalition“ von CDU, SPD, Gründen und FDP im letzten Augenblick
der Gesetzgeber zu Hilfe kam und das „neue kommunale Finanzmanagement“ und
eine veränderte Buchführung bei kommunalen Haushalten einführte. Die Kölner
Altparteien nutzen die neuen Buchhaltungsregeln prompt und rechneten sich erst
einmal halbwegs „gesund“, in dem sie den (theoretischen) Wert von öffentlichen
Plätzen, ja sogar Brücken und Straßen auf der Habenseite in eine fiktive
„Ausgleichsrücklage“ verbuchten. Diese „Ausgleichrücklage“ umfaßte Anfang 2008
immerhin den stolzen Betrag von rund 615 Millionen Euro! Doch selbst diese
fiktive, da nicht wirklich realisierbare, finanzielle Reserve wird jetzt in
Rekordtempo wegbrechen, wenn nicht rasch grundlegende Korrekturen vorgenommen
werden.
Denn die weltweite Finanzkrise schlägt
jetzt auch voll auf Köln durch. Laut einer Verwaltungsmitteilung in der
letzten Sitzung des Finanzausschusses drohen der Stadt riesige Steuerausfälle
und zusätzliche Mehrausgaben im Sozialbereich. Das Konzept der Altparteien zur
langfristigen Haushaltskonsolidierung ist mit dieser neuen Entwicklung völlig
aussichtslos geworden. Die Dimension dieser katastrophalen Entwicklung wird
anhand der Zahlen der Stadtverwaltung deutlich:
Bereits im laufenden Jahr 2009 wird sich
das städtische Minus von voraussichtlich 102,5 Millionen auf über 224,8
Millionen mehr als verdoppeln! In den Jahren 2010 wird die Finanzierungslücke
gemäß den neuen Schätzungen sogar 350,9 Millionen Euro betragen, 2011 immerhin
noch 286,3 Millionen Euro. Damit ist klar, daß die sogenannte
Ausgleichsrücklage bereits im Jahr 2011 restlos aufgebraucht sein wird und
über die Stadt dann der Nothaushalt verkündet werden muß!
Dazu erklärt der finanzpolitische Sprecher
der Fraktion pro Köln, der stv. pro-Köln-Vorsitzende Markus Wiener:

„CDU, SPD, FDP und die Grünen haben in den
letzten Jahren stets gemeinsam den Haushalt verabschiedet. Einsparvorschläge
der Fraktion pro Köln wurden von den Fraktionen der Altparteien immer
zurückgewiesen oder einfach ignoriert. Nun haben diese Damen und Herren
natürlich die volle Verantwortung für diese Katastrophe zu tragen. Denn wer in
guten wirtschaftlichen Zeiten nichts auf die Seite legt, wird in Zeiten der
Finanzkrise dann natürlich doppelt schlimm erwischt. Die Schuld daran tragen
die Finanzpolitiker der Altparteien, die diese Stadt wirtschaftlich ruiniert
und an die Wand gefahren haben!“