24. Juli
Kölner Schwulenszene kein
Platz für Bundeswehrsoldaten
Laut
Nachrichtenmagazin „Spiegel“ sollen Bundeswehrsoldaten zukünftig nicht mehr in
Hotels in der Nähe von Schwulenbars übernachten, um „negative Auswirkungen auf
das Ansehen der Bundeswehr zu vermeiden“.
In der Vergangenheit waren die Soldaten auf dem Weg in ihre Hotels oft auch in
Uniform an bekannten Homotreffpunkten und Szenelokalen vorbei gekommen. In Köln
gibt es bereits ein erstes „Opfer“ der neuen Verordnung: Ein Hotel in der Nähe
des Heumarktes wurde aus diesem Grund aus dem Bundeswehr-Hotelverzeichnis
gestrichen.
Für die
Schwulenverbände sowie die Kölner Grünen und Liberalen ein
handfester Skandal: FDP-Fraktionschef Ralph Sterck fordert in der „Rundschau“
die Rücknahme der Anordnung. „Bei der Dichte an Lokalitäten für Homosexuelle
würde da ja die ganze Kölner Innenstadt als Übernachtungsstandort für die
Bundeswehr ausscheiden.“ Auch der in diesen Fragen unvermeidliche Volker Beck
empörte sich natürlich über das „spießige, lächerliche und womöglich
rechtswidrige“ Verhalten des Verteidigungsministeriums.
Pro Köln begrüßt
dagegen diesen lichten Moment in der Kommandozentrale auf der Bonner Hardthöhe.
Trotz aller zeitgeistigen Tendenzen im Verteidigungsministerium scheint hier
irgend jemand noch etwas für den guten Ruf der Truppe zu tun wollen. Denn auch
wenn es bei den „Village People“ vor bunten Uniformen nur so zu wimmelt: In
beinahe allen Streitkräften der Welt wird Homosexualität nicht geduldet bzw.
nicht gerne gesehen. Die Auswirkungen auf den militärfachlichen Alltag, die
Moral der Soldaten und das Ansehen der Truppe werden durchgängig als negativ
bewertet. Bleibt abzuwarten, ob die deutsche Militärführung noch soviel Rückgrat
hat, in dieser Frage nicht vor den Becks und Stercks im Lande einzuknicken.
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