11. September 2006:
Pro-Köln-Antrag auf
Ortsbesichtigung abgelehnt:
Hilfeschrei aus
Humboldt-Gremberg stößt bei Kölner Altparteien auf taube Ohren
Es gibt in Köln ein
altes Arbeiterviertel, in dem in den letzten Jahrzehnten grundlegende
Veränderungen stattgefunden haben (wie in anderen Veedeln auch). Die Bevölkerung
in Humboldt-Gremberg
besteht zu einem hohen Anteil aus Menschen ‚mit Migrationshintergrund’, der
in diesem Bereich wahrscheinlich die 50-Prozent-Marke schon überschritten hat.
Die
verbliebene deutsche Restbevölkerung versucht, soweit es möglich ist, aus dem
Stadtteil wegzuziehen, und ältere Menschen, die dort bleiben müssen, verlassen
abends ihre Wohnungen kaum noch und schließen die Haustüren fest zu.
So wie den Bürgern in
diesem Stadtteilviertel geht es vielen anderen in Köln, jedoch ist man hier in
ganz besonderem Maße betroffen. Im Laufe der letzten Jahre traten dort
gravierende Mißstände und alarmierende Probleme auf. Nachdem sämtliche
Klagen bei der Polizei, den Behörden und beim Rat der Stadt Köln bisher
erfolglos geblieben waren, ging nun der Bürgerverein dieses Stadtteils mit einem
Brandbrief an die Öffentlichkeit. Der Brief ging an sämtliche Fraktionen der im
Rat der Stadt vertretenen Parteien - außer an die Fraktion der Linken.PDS.
Ferner ging er an den Polizeipräsidenten, den Oberbürgermeister, die zuständige
Polizeiwache, die wichtigsten Presseorgane der Stadt und an den WDR.
Weder in der Presse noch
in sonstigen Medien wurde dieser Hilferuf des Bürgervereins erwähnt. Einzig die
Fraktion pro Köln hat in der letzten Sitzung des Sozialauschusses der Stadt Köln
einen Antrag eingebracht, daß der Sozialausschuß eine Ortsbegehung beschließen
sollte, um sich ein Bild der tatsächlichen Verhältnisse zu machen.
Man möchte immer meinen,
daß die Mitglieder eines solchen Ausschusses noch irgendeinen Funken des
Interesses für das Wohl der verbliebenen deutschen Restbevölkerung haben
könnten. Doch es kam anders: Als der Antrag in der Sitzung des Sozialausschusses
am 7. September 2006 aufgerufen und kurz angesprochen wurde, sagte der
Vorsitzende des Ausschusses, Walter Kluth (SPD), daß in diesem Bereich
Verwaltungseinheiten, die Polizei und politische Gremien tätig seien. Er glaube
deshalb nicht, daß es sinnvoll sei, sich mit dem Sozialausschuß da noch
zusätzlich ‚reinzuhängen’. Er glaube weiter, daß die Dinge ‚in guten Händen’
seien und er schlage vor, den Antrag abzulehnen!
Was der Ausschuß dann
auch einstimmig tat (pro Köln hat in allen Ausschüssen wegen einer Änderung der
Geschäftsordnung nach dem Ratseinzug 2004 keine Stimmrecht!). Die Kölner
Altparteien haben es also abgelehnt, das Anliegen des Bürgervereins überhaupt
nur aufzugreifen und einen Anflug von Interesse an der Sache zu zeigen. Offener
können die gewählten Volksvertreter von CDU, SPD und Co. gar nicht zum Ausdruck
bringen, daß ihnen das Schicksal der einheimischen Bürger völlig egal ist.
Nach wiederholten
Äußerungen in der Presse der Stadt Köln und in einer Verwaltungsmitteilung der
Stadtverwaltung wird der Anteil der Menschen in der Stadt insgesamt, die einen
Migrationshintergrund haben, in absehbarer Zeit auf über 50 % steigen. Der
künftige Minderheitenstatus verheißt für die verbleibende deutsche
Restbevölkerung nichts Gutes.
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