Die erst im Januar 2007
gegründete Bürgerbewegung pro NRW ist bereits jetzt in aller Munde. Egal ob
Medien oder der NRW-„Verfassungsschutz“ – alle warnen sie vor der neuen
Konkurrenz von rechts. Kein Wunder, schließlich beruht das Konzept auf dem
Erfolg der Bürgerbewegung pro Köln, die die Altparteien in der Domstadt seit
2004 in Atem hält. Nach diesem Muster soll zukünftig auch in Gelsenkirchen,
Bottrop, Düsseldorf, Bonn und anderswo nonkonforme Kommunalpolitik betrieben
werden. Pro NRW wurde zur Vernetzung und Koordinierung dieser
rechtspopulistischen Basisarbeit ins Leben gerufen. Zur ersten öffentlichen
Veranstaltung der landesweiten Organisation kamen nun am Sonntag mehr als 150
Stadträte, Bezirksvertreter und andere lokalpolitisch tätige Aktivisten aus dem
rechten demokratischen Spektrum Nordrhein-Westfalens zusammen. Am
überwältigenden Erfolg dieser Auftaktveranstaltung, mit Markus Beisicht und
Harald Neubauer als Redner, konnte auch ein Aufzug des linksextremen Mobs nichts
mehr ändern. In ganz NRW hatten die Berufschaoten und Politschläger von
linksaußen für die Gegendemo mobilisiert. Von Köln, Düsseldorf und Aachen gab es
organisierte Anreisemöglichkeiten, auf allen einschlägigen Internetseiten wurden
tagelang Aufrufe zu „antifaschistischen Aktionen“ eingestellt. Gebracht hat dies
alles freilich wenig. Gerade mal 50 Ewiggestrige versuchten das Tagungshotel zu
blockieren, was allerdings von den örtlichen Polizeikräften rasch unterbunden
wurde. Ohne nennenswerten Widerstand wurden die großteils vermummten Gestalten
von der Straße entfernt, selbst der „harte Kern“ gab beim ersten Anblick zweier
Polizeihunde schnell Fersengeld …
So konnte die
Großveranstaltung von pro NRW völlig ungestört und pünktlich beginnen. Über 150
Besucher fanden den Weg nach Dormagen, um sich über einen politischen Neuanfang
der politischen Rechten in NRW zu informieren. Besonders kommunal erfolgreiche
Patrioten wollten das vom pro-NRW-Vorsitzenden Markus Beisicht vorgestellte
Konzept genauer unter die Lupe nehmen. Stadtverordnete aus Köln, Gelsenkirchen,
Essen, Dortmund und vielen anderen großen NRW-Städten hörten mit Begeisterung
die Forderung nach einem politischen Neuanfang „von unten nach oben“. „Nur durch
konsequente Basisarbeit mit Themen, die die Bürger wirklich interessieren,
können wir als Rechtspopulisten an den Medien vorbei erfolgreich sein!“, so
Rechtsanwalt Beisicht weiter. Die Erfolge in Köln hätten dieses Konzept
eindrucksvoll bestätigt. Man habe nun in der viertgrößten Stadt Deutschlands
eine offensive und seriöse Alternative von rechts aufbauen können, deren
aktuelles Stimmenpotential sicher im zweistelligen Bereich läge. „Was in Köln
möglich war, ist auch in jeder anderen deutschen Stadt möglich. In diesem Sinne
wollen wir bei der Kommunalwahl 2009 an Rhein und Ruhr für ein politisches
Erdbeben sorgen!“ Dann sei auch ein neues, breit angelegtes patriotisches
Bündnis für die Landtagswahl 2010 eine realistische Option.
Der bekannte Publizist
(„Nation & Europa“) und ehemalige Europaabgeordnete Harald Neubauer zündete
anschließend ein regelrechtes rhetorisches Feuerwerk. Der wohl beste Redner im
patriotischen Spektrum präsentierte seine Generalabrechnung mit den etablierten
Politversagern und undemokratischen Medienvertretern. Angefangen bei „klassisch
rechten Themen“ wie Ausländerpolitik oder Globalisierung bis hin zur
Umweltpolitik. Denn Patrioten würden als „Vaterlandsliebende“ gerade auch im
Bereich des Umweltschutzes eine natürliche Kompetenz haben, während das Einzige,
was die „Grünen“ mit der Natur noch am Hut hätten, „ihre Hanfpflanzen auf dem
Balkon sind“. Deren dunkelrote Freunde, die sich fälschlicherweise
„Antifaschisten“ nennen würden, würden immer wieder politische Gewalt
praktizieren. So wie sie es auch vor dieser Veranstaltung versucht hätten – zum
Glück erfolglos wie so oft!
Echten Mut und Zivilcourage
würden heute dagegen rechte Oppositionelle zeigen. Denn trotz möglicher
Verleumdungen, beruflicher Nachteile oder sozialer Ächtung hielten diese ihren
Kopf für ihre Ideale hin. „Das ist der wahre Aufstand der Anständigen!“ Genau
das wüßten auch Medien und etablierte Politik, weshalb sie die Argumente der
rechten Opposition totzuschweigen versuchen. „Warum lassen sie uns denn nicht
ins Fernsehen, wenn wir angeblich sowieso alle dumm, faul und häßlich sind? Dann
wäre es doch für das Volk die beste Immuntherapie gegen rechts, Patrioten
möglichst oft und umfangreich zu Wort kommen zu lassen. Aber nein, mit Patrioten
redet man nicht, man spricht immer nur über sie. Weil die Verantwortlichen Angst
haben vor unseren Argumenten und Positionen, die von vielen in der Bevölkerung
geteilt werden. Wenn wir einen fairen Zugang zu den Medien hätten, gäbe es schon
lange eine rechtspopulistische Partei mit einem Stimmenanteil von weit über 20
Prozent in Deutschland!“
Für Neubauers mitreißende
Rede gab es stehenden Applaus vom beigeisterten Publikum. Die
„Aufbruchsstimmung“ war im Saal förmlich mit den Händen greifbar. In den
anschließenden Einzelgesprächen zwischen den pro-NRW-Vorstandsmitgliedern und
den angereisten Mandatsträgern aus ganz Nordrhein-Westfalen war diese Stimmung
ebenfalls zu spüren. Allenthalben wurden Folgekontakte und konkrete Schritte für
ein gemeinschaftliches Auftreten vereinbart. Ebenso wurden noch am gleichen
Abend über ein Dutzend (!) Neuaufnahmen in die Bürgerbewegung pro NRW beantragt.
Weitere „pro“-Gründungen sollen nach Gelsenkirchen und Bottrop jetzt in
Düsseldorf, Bonn und Dormagen erfolgen. Im Ruhrgebiet steht man in zwei
Großstädten kurz vor der Bekanntgabe konkreter Schritte. Überall sind guter Wille
und der Wunsch nach Zusammenarbeit spürbar. Der Blick ist ausschließlich nach
vorne gerichtet, sowohl politisch als auch inhaltlich. Alte Gegnerschaften
wurden über Bord geworfen, neue Partner gefunden. Die politische Rechte in NRW
ist in Bewegung, Die gelungene Großveranstaltung in Dormagen war ein wichtiger
Schritt in Richtung eines erfolgreichen Neuanfangs!