Fußball-Spielplätze entstehen
in Deutschland bevorzugt dort, wo der Ausländeranteil hoch ist. Das geht aus
einer Vorlage der Verwaltung für die Sitzung des Sportausschusses am 20.
November 2007 hervor. Auf die Frage, wo im Rahmen einer DFB-Kampagne zu
errichtende Mini-Spielfelder von 13 mal 20 Metern angelegt werden sollen, gibt
die zuständige Dezernentin Frau Dr. Klein eine eindeutige Antwort: „Bevorzugt
sollen diese Mini-Spielfelder auf Schulgeländen in sozialen Brennpunkten
entstehen. Ein weiteres Kriterium für die Vergabe ist eine möglichst hohe
Migrantenzahl in dem Entstehungsgebiet.“
Will die Stadtspitze also
gezielt den Fußball zur Unterschichten-Sportart abstempeln? Und warum sollen
zugewanderte Jugendliche gegenüber den einheimischen bevorzugt mit
Fußball-Spielplätzen versorgt werden?
Bernd M. Schöppe, der für pro
Köln an der Sitzung des Sportausschusse teilnahm, zog in Zweifel, daß ein hoher
Ausländer-Anteil gute Voraussetzungen für die Errichtung von Mini-Spielfeldern
mit sich bringt. Er fragte nach gewaltsamen Ausschreitungen von Zugewanderten
bei Fußballspielen u.a. gegen Schiedsrichter, über die die Medien in der
Vergangenheit berichtet hatten – und bekam darauf nicht nur von der Verwaltung
keine Antwort, sondern mußte sich sogar wieder einmal den Vorwurf der
„Ausländerfeindlichkeit“ machen lassen.
Das verwundert sehr, hat doch
die nordrhein-westfälische Polizei eigens ein Projekt „Migration – Gewalt auf
Sportplätzen“ ins Leben gerufen, das den von Schöppe angesprochenen Zusammenhang
ebenfalls herstellt. Auf der Internetseite der Polizei heißt es dazu:
„Auf Sportplätzen ist speziell
in den unteren Spielklassen eine Zunahme von Gewalt zu verzeichnen. Die häufig
im Zusammenhang mit Migration stehenden Gewalttätigkeiten der Spieler
untereinander, gegenüber Schiedsrichtern und Zuschauern, aber auch gegenüber
Sachen erforderten ein konzeptionelles gemeinsames Handeln. Daher wurde das
Teilprojekt ‚Migration - Gewalt auf Sportplätzen’ ins Leben gerufen.“
Genau diese Art von Gewalt, die
der Polizei offenbar erhebliches Kopfzerbrechen bereitet, will die Stadt nun
also offenbar durch die bevorzugte Errichtung von Fußball-Spielplätzen in
Stadtteilen mit hoher Ausländerquote auch noch anheizen, statt sich Gedanken
darüber zu machen, wie der Fußball wieder als Sportart für jedermann –
unabhängig von der Herkunft und vom sozialen Status – attraktiv gemacht werden
kann. Pro Köln stellt dazu fest: Die Stadtspitze und die sie tragenden Parteien
handeln auch auf diesem Politikfeld unverantwortlich und weltfremd!
Pro Köln zeigt hiermit Frau Dr.
Klein & Co. die Rote Karte!