Köln aktuell / Donnerstag, 13.März.2014

Acht neue Asylstandorte für Köln werden die Steuerzahler knapp 24 Millionen Euro kosten

Gestern ließ die Stadtverwaltung um die sichtlich überforderte Sozialdezernentin Henriette Reker (Grüne) die Katze aus dem Sack: Zunächst sollen in einer “ersten Welle” kurzfristig acht neue Asylbewerberheime in sogenannter „Containerbauweise“ entstehen. Allein die Baukosten belaufen sich auf rund 13 Millionen Euro. Inklusive der Folgekosten zur Unterhaltung und Bewirtschaftung der Objekte bis 2019 ist sogar ein finanzieller Mehrbedarf von knapp 24 Millionen Euro durch die Stadtverwaltung berechnet!

Der komplette Vorgang um diese sogenannten „Containerdörfer“ ist skandalös. Wie bekannt geworden ist, sind 136 (!) Standorte überprüft worden, acht sind übrig geblieben. Es wurde dabei nicht nur geprüft, ob die Standorte sich für ein solches Objekt eignen, sondern ob ein reguläres Heim gebaut werden kann. Die Stadtverwaltung hat keine der Ratsfraktionen über diese Prüfungen unterrichtet. Zudem sind die Fraktionen auch nicht über die Auswahl der nun acht veröffentlichten Grundstücke in Kenntnis gesetzt worden, sondern haben dies aus der Presse erfahren. Eine transparente Politik sieht wahrlich anders aus!

Die Karte zeigt alle Veedel, in denen Asylunterkünfte entstehen werden bzw. vor kurzem entstanden sind

Damit sind die aktuellen Bauvorhaben bzw. neusten Unterkünfte auf 23 angestiegen. Zählt man das alles zusammen, kommt Köln auf weit mehr als 50 Asylstandorte! Hinzu kommen tausende Asylbewerber, die schon in Wohnungen und Hotels untergebracht worden! Wie neuste Zahlen belegen, lebt jeder zehnte Ausländer in NRW mittlerweile in Köln. Die Belastungsgrenze ist nicht nur schon erreicht, sie ist schon längst überschritten!

Nachfolgend möchten wir Ihnen eine Übersicht über die geplanten Asylstandorte geben:

Innenstadt

Im Bezirk Innenstadt sollen zwei der acht Containerdörfer entstehen. In der Trierer Straße (Neustadt/Süd) und Otto-Gerig-Straße (Deutz) werden diese errichtet. Die Kosten nur für die Errichtung der beiden neuen Heime wird weit mehr als drei Millionen Euro kosten! Zudem gibt es seit Januar 2014 an der Siegburger Straße eine weitere neue Asylunterkunft. Die Renovierungskosten des dortigen Heimes liegen auch im hohen sechsstelligen Bereich.

Rodenkirchen

Im Bezirk Rodenkirchen gibt es mehrere Asylvorhaben. Während in den Veedeln Godorf (Kuckucksweg) und Sürth (Josef-Kallscheuer-Straße) Heime neugebaut werden, sollen in Rondorf (Merlinweg) und Bayenthal (Koblenzer Straße) Container aufgestellt werden. Die Kosten liegen bei rund zehn Millionen Euro!

Lindenthal

In Weiden soll an der Potsdamer Straße das 2009 abgerissene Heim neugebaut werden. Im Vergleich zum ehemaligen Heim wird dies eine Luxusunterkunft. Neben komplett seperaten Wohneinheiten wird ein Spielplatz entstehen. Zudem gibt es für die Wohnanlage eine eigene Solaranlage und weitere Dinge geben, von denen so mancher Kölner träumt. Die Kosten belaufen sich hier auf fast drei Millionen Euro.

Ehrenfeld

In Ehrenfeld befindet sich mittlerweile die größte Asylunterkunft in ganz Köln. Rund 500 Personen leben im ehemaligen Straßenverkehrsamt. Für fast zwei Millionen Euro sind die Etagen zwei und drei saniert worden, damit auch dort Asylbewerber untergebracht werden können. Zudem sind für mehrere hundert Personen Container auf dem Gelände aufgestellt worden. Auch hier kann man von einem sechs- bis siebenstelligen Betrag für die Miete bzw. den Ankauf ausgehen.

Nippes

Besonders stark wird der Bezirk Nippes beansprucht. In keinem anderen Stadtbezirk sind mehr neue Heime geplant als hier. Auf dem Ginsterberg stehen seit den 70er Jahren 15 Gebäude, die einzig für die Unterbringung von Sinti und Roma. Diese sollen für rund drei Millionen Euro saniert werden, damit weitere Sinti und Roma untergebracht werden können. Offiziell gelten die Häuser nicht als Asylunterkünfte sondern Obdachlosenunterkünfte.

Plakate_Köln_finalZudem ist an der Neusser Landstraße das ehemalige Verwaltungsgebäude der Glanzstoff-Werke angemietet worden und soll demnächst Platz für 128 Asylbewerber bieten. Die aktuellen Mieter, darunter ein Musikstudio, sollen das Gebäude verlassen. Die Miet- und Renovierungskosten dürften insgesamt auch über eine Million Euro betragen.

Besonders Longerich wird von der neuen Asylantenflut getroffen. Neben einem angemieteten Hotel für 25 Personen wird am Lindweilerweg ein Containerdorf errichtet und am Lachemer Weg wird neben dem Städtischen Behindertenzentrum Dr. Dormagen-Guffanti. Hier sind besonders stark behinderte und traumatisierte Menschen in Behandlung. Selbst die FDP und CDU kritisieren diesen Standort sehr stark! Die Kosten hierfür belaufen sich auf etwa vier Millionen Euro.

In Riehl soll die Skandalunterkunft an der Xantener Straße wieder eröffnet werden. Ende 2013 wurde diese „aufgrund des schlechten baulichen Zustandes und des nicht mehr zu beherrschenden Bewohnerverhaltens“ geschlossen worden. Für diese Unterkunft musste neben der Adlerwache ein zusätzlicher Sicherheitsdienst engagiert werden. Allein das hat mehr als 200.000 Euro Steuergelder gekostet. Bis Ende 2013 waren hier nur 56, jetzt sollen 81 Personen untergebracht werden. Die Bewohner der Xantener Straße dürfen sich jetzt also über noch mehr Nachbarn freuen als vorher.

Zusätzlich in Riehl wird das ehemalige Versorgungsamt der Stadt Köln auf dem Gelände der Riehler Heimstätten eine Asylunterkunft. Für mehrere Hunderttausend Euro finden aktuell hier Umbauarbeiten statt, um zeitnah in dem 4.000 qm großen Gebäude demnächst 80 Asylbewerber unterzubringen. Jedem Asylbewerber stehen dann 50 qm zur Verfügung. Ein toller Luxus, wenn man bedenkt, dass die Asylbewerber für die Unterbringungskosten nicht selber aufkommen müssen.

Porz

Der Stadtbezirk Porz ist ohnehin schon arg gebeutelt in Sachen Asylbewerberunterbringung. Allein im Veedel Poll gibt es drei Asylantenheime. Nun sollen in Zündorf (Loorweg) uns Wahn (Albert-Schweitzer-Straße) zwei Containerdörfer entstehen. Die Kosten sollen etwa dreieinhalb Millionen Euro betragen. Zusätzlich gibt es seit Januar 2013 im Hotel Dürscheidt an der Kaiserstraße in Porz-Urbach eine Unterkunft für etwa 70 Asylbewerber. Hier entstehen allein im Jahr Kosten von fast einer Million Euro.

Kalk

Auch stark betroffen vom Kölner Asylwahnsinn ist Kalk. Allein 300 Asylbewerber sind hier in Hotels untergebracht. Allerdings hält hier die Stadtverwaltung die Standorte geheim. Lediglich das Hotel König an der Kalker Hauptstraße und das Hotel Arena One an der Solinger Straße sind als Asyl-Hotels bekannt. Bei beiden Hotels entstehen allein für die Unterbringung der Asylbewerber jährlich Kosten in Höhe von etwa zwei Millionen Euro. Zudem plant die Stadtverwaltung aus dem Klarissenkloster in der Kapellenstraße eine Asylunterkunft zu machen. Zudem ist die Dillenburger Straße als Standort für ein Containerdorf weiterhin im Gespräch. Ein solches wird nun in Brück am Pohlstedtweg errichtet. Etwa zwei Millionen Euro wird dieses Vorhaben kosten!

Mülheim

Wie bekannt geworden ist, hat der Stadtbezirk Mülheim seit kurzen zwei Asylhotels. Eines befindet sich an der Genovevastraße und eines an der Frankfurter Straße. Hier entstehen Kosten von mehr als 1,5 Millionen Euro. Zudem könnten nach Abschluss der Renovierungsarbeiten bei der Asylunterkunft am Springborn die dort aufgestellten Container zusätzlich für die Unterbringung weiterer Asylbewerber dienen. Die Umbauarbeiten kosten mehr als 1,1 Millionen Euro.

Neben diesen Vorhaben sind laut Stadtverwaltung etwa 20 weitere Asylantenheime notwendig, um mit der Flut der Asylbewerber überhaupt zurecht zu kommen. Mit den bekanntgegebenen Planungen erhöht sich die Anzahl der Asylunterkünfte in Köln auf 65 (!). Zudem soll die Stadt sich nach dem Willen des Runden Tisches für Flüchtlingsfragen als Standort für eine zentrale Aufnahmeeinrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen bewerben. Die soll mindestens Platz für 500 Menschen bieten und der Bau müsste von der Stadt Köln finanziert werden.

Der Wahnsinn hat nicht nur in der Asylpolitik in Köln Methode und kann nur mit einer richtigen Wahl am 25. Mai 2014 gestoppt werden! Deshalb PRO KÖLN wählen - denn nur Bürgermut stoppt die Asylantenflut!

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