Köln aktuell / Freitag, 16.September.2016

Alt-Niehl: Bürger fordern Transparenz bei Asylbewerber-Unterbringung

Bereits in Kürze könnte in Alt-Niehl im Kölner Stadtbezirk Nippes der Anteil an “Flüchtlingen” und Asylbewerbern gemessen an der Gesamtbevölkerung 15 % - 20 % betragen. Kein Wunder also, dass bei immer mehr Anwohnern die Nerven blank liegen. Die Menschen vor Ort fordern Transparenz statt der undurchsichtigen städtischen Belegungspolitik - und nur PRO KÖLN steht bei dieser Angelegenheit politisch an ihrer Seite und hat zur nächsten Ratssitzung eine offizielle Anfrage zur Unterbringungssituation in Alt-Niehl eingereicht.

Neben den bereits bekannten Fakten erreichen den Stadtrat fast täglich weitere Beschwerden mit bedrückenden Details aus Alt-Niehl. Eine Anwohnerin schildert die Situation aktuell wie folgt:

“Wie ich kürzlich fast durch Zufall erfuhr, gibt es seit dem 24.08.2016 eine öffentliche Ausschreibung, um den geplanten Bau eines Flüchtlingsheims in der Merkenicher Str. / Niehler Damm in die Wege zu leiten.  Geplant ist hier eine dreistöckige Unterkunft mit Satteldach und 20-25 Wohneinheiten für bis zu 100 Flüchtlinge.

Ich bin ein direkter Anwohner dieses geplanten Bauprojektes und frage mich, wie man ein solches Bauvorhaben planen kann, ohne die Anrainer dieser Gegend zumindest entsprechend darüber in Kenntnis zu setzen.  Für den Fall, dass ich mich gezielt über dieses Bauprojekt informieren möchte, was mein gutes Recht ist, finde ich auf den Internetseiten der Stadt-Köln leider nichts.

Theoretisch ist Alt-Niehl durch den Rhein, die Industriestraße und die Bremerhavener Straße vom übrigen Niehl abgetrennt. Reden wir also von Alt-Niehl, so haben wir hier inzwischen vier mit Flüchtlingen belegte Unterkünfte (Alte Glanzstofffabrik 120, Halfengasse 70, Aachener Hof 20, Sebastian Str. 45) – die Zahlen hinter den Straßen stellen die Anzahl der dort untergebrachten Flüchtlinge dar. In der Pastor-Wolf Str. sind Unterkünfte für 150 Flüchtlingen und in der Merkenicher Str. Unterkünfte für 100 Flüchtlinge geplant. Hier kommen auf ca. 3500 Einwohner 500 Flüchtlinge – daraus ergibt sich eine Quote von 14 %, was großzügig abgerundet immer noch das Siebenfache der ursprünglich propagierten Gebietsverträglichkeit von 1,84% ausmacht. Gestatten Sie mir die Frage - wie hoch ist demgegenüber die derzeitige Quote in Lindenthal und Marienburg?

Zu einigen einzelnen Objekten kann ich überdies auch nur den Kopf schütteln. Wenn man bedenkt, dass 45 Flüchtlinge, darunter zwölf Kinder, auf der Sebastian Str. in Luxusunterkünfte von 860 qm einquartiert werden, frage ich mich, wo ist da die Verhältnismäßigkeit? Viele hart arbeitende und steuerzahlenden Arbeitnehmer können sich ein Objekt dieser Preisklasse nicht leisten. Wir sprechen hier wohlweislich von einem Quadratmeterpreis von 3300 Euro. Die Stadt Köln hingegen mietet dieses Objekt zu einem Spottpreis von 104.100 € pro Jahr an – mit einer gesicherten Laufzeit von 10 Jahren– und es stellt sich doch zwangsläufig die Frage, wer das bezahlt.

Da gibt es des Weiteren noch jene Bürger, die zu Recht der Riester-Rente als Altersvorsorge misstraut haben und stattdessen auf die Idee gekommen sind, sich eine sichere Immobilie als Altersvorsorge anzuschaffen, weil diese wertstabil ist. Der Staat erhält die Grunderwerbssteuer und die jährliche Grundsteuer und alles scheint gut. Weit gefehlt - zum Dank zahlen jene Riester-Skeptiker den letzten Teil Ihrer Immobilie ab, den es durch den kaum abwendbaren Wertverlust faktisch aber gar nicht mehr gibt. Dazu kommentiert die Stadt Köln folgendermaßen – es gibt keine Studie, die einen solchen Wertverlust dokumentiert…

Es sollte doch im Interesse aller Beteiligten sein, ein bisschen Transparenz in dieses Bauvorhaben zu bringen, sei es durch einen gezielten Informationsaustausch oder eine gemeinsame Begehung vor Ort. Es scheint weiterhin doch auch sinnvoll, sich ein wenig Zeit zu nehmen -  für jene, die ihre Altersvorsorge schwinden und Existenzängste kommen sehen - Bürgern, denen man die gesicherte Altersvorsorge durch ein solches Projekt entzieht, deren Steuergelder aber paradoxerweise dazu verwendet werden, dies mitzufinanzieren.”

Tags: , , , , ,

Kontakt

Sie sind an der Arbeit der Bürgerbewegung Pro Köln interessiert und möchten mit uns direkt in Kontakt treten? Dann schreiben Sie uns Ihre Daten auf und einer unserer Mitarbeiter wird sich umgehend bei Ihnen melden!

Seiten

Impressum | Datenschutz
© 2016 Bürgerbewegung PRO KÖLN e.V. | Based on Themnific Theme