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21. Juni 2005:

Bietmann statt Saubermann

Der CDU-Klüngelveteran Rolf Bietmann wird bei den nächsten Bundestagswahlen in Wahlkreis Köln II (Innenstadt Süd, Rodenkirchen, Lindenthal) antreten. Bietmann wurde von der Mehrheit der CDU-Delegierten gewählt, obwohl jedermann in Köln weiß, wofür dieser Name steht: Klüngel, Hinterzimmerpolitik und Raffke-Mentalität. Nicht mehrheitsfähig bei der CDU war dagegen der Stadtrat Dr. Michael Paul, der in seiner Partei bisher als „Saubermann“ gilt.

Damit kann die Kandidatenaufstellung zur Bundestagswahl als typisch für die Kölner Verhältnisse bezeichnet werden. Die Qualität eines Kandidaten als vertrauenswürdiger, uneigennütziger Volksvertreter scheint keine allzu große Rolle zu spielen. Anders ist die Wahl eines Rolf Bietmann kaum zu erklären. Denn wie fast kein anderer steht Bietmann stellvertretend für den Kölner Politsumpf der letzten Jahrzehnte. Bietmann war Gegenstand zahlreicher Ermittlungsverfahren, wie selbst parteiinterne Kritiker auf der Nominierungsversammlung beklagten. Die Vorwürfe der Bietmann-Gegner reichten nach Presseberichten von Wahl-„Risiko“ bis hin zu „Krebsgeschwür“, Bietmann wäre deshalb „nicht tragbar“.

Die Mehrheit der „Christdemokraten“ sah das aber anders. Auf die Kritik an ihrem Klüngel-Patriarchen reagierten sie mit Pfiffen und Buhrufen. Auch der Lindenthaler CDU-Chef Richard Blömer und Oberbürgermeister Fritz Schramma solidarisierten sich mit ihrem Gesinnungsgenossen. Kein Wunder, meinen politische Beobachter: Schließlich wurde Rolf Bietmann erst vor kurzem aufgrund massiven öffentlichen Drucks der Zugriff auf den äußerst lukrativen Posten des Vorstandschefs des Rheinenergiekonzerns verwehrt. Als Gegenleistung dürfte Bietmann zumindest auf einen guten Wahlkreis für eine Direktkandidatur gepocht haben. Und in der Kölner CDU gibt es genügend einflußreiche Funktionäre, die mit Bietmann gemeinsame „politische Leichen“ im Keller begraben haben und ihm deshalb gerne gefällig sind.

Ein Kandidat wie Dr. Michael Paul hat da natürlich keine Chance. Der im Bundesumweltministerium tätige Jurist ist bisher noch mit keinen Skandalen auffällig geworden und gilt parteiintern als „Saubermann“. Es ist deswegen bezeichnend für den Zustand der Kölner CDU, daß ein Man wie Dr. Michael Paul gegen einen umstrittenen Strippenzieher wie Rolf Bietmann unterliegt. Die Damen und Herren der CDU scheinen nichts aus den Klüngel- und Korruptionsskandalen der letzten Jahrzehnte gelernt zu haben. Am Wähler liegt es, dieses Verhalten konsequent abzustrafen.

 

 
 
 

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