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6. September 2005:

Messe-Chef Witt distanziert sich von Schramma & Co.

In der heutigen Ausgabe der „Bild“ Köln wird berichtet, daß der Chef der KoelnMesse, Jochen Witt, ursprünglich gegen das Oppenheim-Esch-Finanzierungsmodell beim Bau der neuen Messehallen war. Im November 2003 hielt Witt sogar schriftlich fest: „Schon heute ist abzusehen, daß die Angebote des Oppenheim-Esch-Fonds bzw. der Stadtsparkasse im Ranking die letzte bzw. vorletzte Stelle einnehmen.“ Die Verantwortlichen um Oberbürgermeister Fritz Schramma ficht das freilich nicht an – bekanntlich bekam das Oppenheim-Esch-Angebot für insgesamt rund 750 Millionen Euro den Zuschlag. Die Staatsanwaltschaft Köln hat derweil angekündigt, die neu bekannt gewordenen Unterlagen genau zu prüfen. Und: „Es könnte sich aber auch ergeben, daß (neben OB Schramma) gegen andere ermittelt wird“ erklärte der Behörden-Sprecher Günter Feld im gleichen „Bild“-Artikel.

Genau davor scheinen sich einige Kölner Spitzenpolitiker bereits zu fürchten. Denn anders sind die zahlreichen Absetzbewegungen von der damaligen Entscheidung zu Gunsten von Oppenheim-Esch kaum zu erklären. Man wäre „schlecht informiert“, ja sogar  „hintergangen“ worden, lamentieren führende Vertreter der etablierten Kölner Parteien, die samt und sonders im Rat für das Oppenheim-Esch-Angebot gestimmt haben. Zu den heutigen „Aufklärern“ gehören unter anderem die Kölner Grünen – im Jahr 2003 der Koalitionspartner von Schrammas CDU! Und auch der heutige CDU-Koalitionspartner, die klüngelerprobte Kölner SPD (Rüther, Heugel & Co.), geht – vor der Bundestagswahl – auf Distanz zu Schramma. SPD-Fraktionschef Martin Börschel, der auch Vorsitzender des Finanzausschusses ist, fordert eine umgehende Aufklärung und beklagt eine Verschleppungstaktik durch Schramma und die Verwaltungsspitze. Doch Börschel hat als Koalitionspartner und Vorsitzender des Finanzausschusses natürlich jederzeit über den „kurzen Dienstweg“ vollen Einblick in die Hintergründe des Skandal-Geschäfts. Deswegen ist das Aufklärer-Gebaren dieses Genossen an Scheinheiligkeit kaum noch zu überbieten.

Der CDU hingegen bereitet sogar schon dieser Theaterdonner Bauchschmerzen. Die „Christdemokraten“ fordern von ihren Klüngel-Brüdern Solidarität. „Mitgehangen, mitgefangen“ möchte man da den „Aufklärern“ von SPD und Grünen zurufen! CDU-Kreischef Walter Reinarz forderte nun folgerichtig im „Stadt-Anzeiger“, daß sich auch die Sparkasse, der Messe-Chef und der Stadtkämmerer öffentlich hinter das Geschäft stellen sollen. Verständlich, daß man in der CDU den Millionen-Skandal nicht alleine ausbaden will.

Zumindest Stadtkämmerer Peter-Michael Soénius tat der CDU den Gefallen. Ebenfalls im „Stadt-Anzeiger“ erklärt er in einem ellenlangen Interview, warum beim Bau der Messe-Hallen alles so habe laufen müssen, wie es eben gelaufen sei. Viel Neues gab es dabei nicht zu hören, überzeugend waren seine Ausführungen erst recht nicht. Soénius Sammelsurium an Ausflüchten und Rechtfertigungen könnte der erste Akt im Abgang des glücklosen Stadtkämmerers sein. Denn in der Kölner CDU würde man sicher lieber den Stadtkämmerer „über die Klinge springen lassen“ als Oberbürgermeister Fritz Schramma ...

 

 
 
 

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