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14. Juli 2005:

Schulleiter sprechen sich für Trennung aus

Der seit einigen Monaten schwelende Konflikt am Schulzentrum Pesch hat einen neuen Höhepunkt erreicht: Sowohl der Direktor des Montessori-Gymnasiums, Hans Theo Klug, als auch die Leiterin der Konrad-Adenauer-Hauptschule, Gisela Kusenberg, haben sich nun öffentlich für eine räumliche Trennung ihrer Schulen ausgesprochen. In einem Pressegespräch mit dem „Stadt-Anzeiger“ begründeten die Pädagogen ihre Forderung mit der eskalierenden Gewalt zwischen den Jugendlichen der beiden Schulformen. Die Menschen vor Ort kennen freilich die wahren Hintergründe der Gewaltwelle: Die Masse der Hauptschüler hat einen sogenannten „Migrationshintergrund“ - das Schulzentrum Pesch erlebt deshalb im kleinen die großen Probleme einer multikulturellen Gesellschaft.

Denn in Pesch ist es ist kein Geheimnis, daß vor allem Jugendliche mit „Migrationshintergund“ in Prügeleien mit den noch deutschstämmigen Schülern verwickelt sind. Das ist der wahre Kern des Problems – aber der „Stadt-Anzeiger“ schafft es tatsächlich, diese Thematik mit keiner Silbe zu erwähnen! Ein Umstand, der viele Schülereltern des Pescher Schulzentrums an einer freien Presse in Köln zweifeln läßt. Einzig die Bürgerbewegung pro Köln hat vor Ort mit mehreren tausend Flugblättern über die tieferen Ursachen der Konflikte aufgeklärt und Lösungswege aufgezeigt. Und einer Elterninitiative ist es zu verdanken, daß das Problem nicht unter den Tisch gekehrt werden konnte. Vielmehr mußte jetzt auch Gisela Kusenberg, die Leiterin der Konrad-Adenauer-Hauptschule, kleinlaut einräumen, daß „für beide Systeme ... eine eigenständige Unterbringung sinnvoll“ wäre. Vor einigen Wochen hatte sich das aus dem Mund der Pädagogin noch anders angehört: „Konflikte gibt es an jeder Schule. Bei uns funktioniert das friedliche Miteinander.“

Doch jetzt scheint endgültig Schluß zu sein mit dem Schönreden und Verharmlosen der Gewaltwelle. Die Schulleitungen wollen baldmöglichst eine Trennung der Pescher Lehreinrichtungen. Fraglich ist nur, ob da die Kölner Kommunalpolitik mitspielen wird. Denn ein Nachgeben auf diese Forderung würde ja einem Eingeständnis gleichkommen, daß die multikulturelle Gesellschaft an den Schulen gescheitert wäre. Dementsprechend ablehnend äußerte sich schon Renate Boese von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Artikel des „Stadt-Anzeigers“: „Schulzentren sind pädagogisch und gesellschaftlich sinnvoll“, die GEW stehe „überhaupt nicht hinter einer Separation“ wie sie in Pesch angestrebt wird.

Martin Schöppe, Mitglied der Fraktion pro Köln in der Bezirksvertretung Chorweiler, meint dagegen:

„Wie in vielen anderen Schulen auch ist die Integration der meisten Jugendlichen mit nichtdeutscher Herkunft in der Konrad-Adenauer-Hauptschule leider gescheitert. Eine räumliche Trennung der beiden Schulen in Pesch ist deshalb unbedingt nötig. Wir werden die Forderung der Schulleiter auf jeden Fall unterstützen und sowohl in der Bezirksvertretung als auch im Rat dementsprechend aktiv werden.“

 

 
 
 

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