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10. April 2008:

„Brunnen statt Papiermüll“

Im Rahmen des sogenannten Kölner Bürgerhaushaltes haben im vergangenen Jahr rund 4.900 Kölner Vorschläge gemacht, wofür ihr Steuergeld ab 2008 sinnvoll ausgegeben werden könnte. Viele Bürger haben sich für die Wiederaufnahme des Betriebs der Kölner Brunnen ausgesprochen – und sind von der Stadtspitze enttäuscht worden. Grund genug für Judith Wolter, zumindest für die Innenstadt die Initiative zu ergreifen und nach einem Weg für die Inbetriebnahme der Brunnen im Stadtbezirk zu suchen. Die Innenstadt ist schließlich das Haushängeschild Kölns und ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt. Hier gilt in besonderem Maße, was ein engagierter Kölner unter dem Namen Greebo der Verwaltung als Beitrag zum Bürgerhaushalt ins Stammbuch geschrieben hat:

„Sprudelndes Wasser ist Leben, dessen Anblick gibt Lebensfreude, trägt zur Gesundheit bei. Viele Brunnen in Köln sind nicht angeschaltet. Es wird das Energieniveau der Menschen anheben und indirekt zur Steigerung von deren Produktivität und letztendlich auch der städtischen Steuereinnahmen führen, wenn sie wieder angeschaltet wären. Ich bin sogar dafür, noch mehr Brunnen zu bauen, um Köln das Flair einer Stadt wie z.B Paris zu geben. Die chinesische Lehre des Feng Shui besagt, daß fließendes Wasser zum Fliessen des Geldes führt: Köln wird wieder flüssig, wenn es seine Brunnen anschaltet.“

Einen treffenden Kommentar dazu hat Georg Adenauer auf der Internetseite der Stadt Köln veröffentlicht:

„Zu einem großzügigen Stadtbild gehören schlichtweg Brunnen. In Köln sind sie vorhanden, nur ist die Stadtverwaltung nicht bereit, aus angeblicher Geldknappheit diese zu betreiben und sucht alljährlich statt dessen in der Kaufmannschaft nach Sponsoren.

Zum Betreiben eines Brunnens benötigt man insbesondere Wasser und elektrischen Strom, über beides verfügt die städtische Tochter ‚Rheinenergie’ im Übermaß. Geld hat sie auch, wie das Sponsoring zahlreicher ballspielender Sportvereine zeigt. Herrgottsakra, es bedarf nur einer Anweisung durch die Stadt, daß unsere Brunnen wieder sprudeln. Es sind die Brunnen der Bürger, und die ‚Rheinenergie’ als kommunales Unternehmen gehört letztlich auch den Bürgern!“

Weniger erfrischend ist die Stellungnahme der Verwaltung zu dieser Bürgeranregung, die lautet:

„Aufgrund begrenzter Mittel können durch die Stadt nur 14 Brunnen betrieben werden. Das sind weitgehend die Pumpstationen z.B. für den Stadtwald und Lindenthaler Kanäle sowie Fontänen in den Weihern, die sehr kostenintensiv sind. Ansonsten können Brunnen nur in Betrieb genommen werden, wenn die Betriebskosten durch Sponsoren/Spender finanziert werden. Für den Bau sowie die Unterhaltung neuer Brunnen stehen ebenfalls keine Gelder zur Verfügung.“

Pro Köln hat nun den städtischen Haushalt nach Einspar-Möglichkeiten durchsucht. Dabei sind wir auf die im Jahr 2007 nicht ganz unerheblichen Kosten in Höhe von 431.400,00 Euro für Druckerzeugnisse des Sitzungsdienstes gestoßen, der vor jeder Sitzung des Rates, einer Bezirksvertretung oder eines Ausschusses prinzipiell alle Verwaltungsvorlagen nebst Anlagen auf Papier ausdruckt. Viele Vorlagen werden den Fraktionen auf Bezirks- und Ratsebene sowie den Mandatsträgern mehrfach zugestellt. Ein Bruchteil des jährlich dafür anfallenden Geldbetrages von weit mehr als 400.000 Euro würde ausreichen, um alle Brunnen in der Innenstadt wieder in Betrieb zu nehmen. Erhebliche Teile des Etats des Sitzungsdienstes für Druckerzeugnisse könnten durch die Vermeidung von Mehrfach-Zustellungen sowie insbesondere durch die Verbreitung der Sitzungsunterlagen in digitalisierter Form eingespart werden.

Deshalb beantragt pro Köln in der Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt am 27. Mai 2008, die Bezirksvertretung möge den Rat der Stadt Köln auffordern, die Brunnen in der Innenstadt möglichst zeitnah wieder in Betrieb zu nehmen und die dafür entstehenden Kosten durch Einsparungen bei den Druckerzeugnissen des Sitzungsdienstes zu decken.

Selbstverständlich werden die Mehrheitsfraktionen diesen Antrag schon deshalb ablehnen, weil er von pro Köln kommt. Aber vielleicht tritt ja der „pro-Köln-Effekt“ ein: Intern wird womöglich dezent überprüft, ob wirklich mehr als 400.000 Euro im Jahr für die zum Teil drei- oder vierfache Belieferung von Mandatsträgern mit denselben Sitzungsunterlagen nötig sind. Dann wird umgeschichtet. Und irgendwann, hoffentlich, sprudeln die Kölner Brunnen wieder – erst in der Innenstadt, dann in allen Stadtbezirken!

   

 
 
 

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