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12. Juni 2008:

Türkei auf dem Wege zum islamistischen Gottesstaat

Der in der Auseinandersetzung um den Bau der Kölner Großmoschee in Ehrenfeld von Islamisten mit dem Tode bedrohte Schriftsteller Ralph Giordano forderte jetzt die Bundesregierung auf, die Zusammenarbeit mit islamischen Verbänden zu beenden. „Die Integration der Muslime in Deutschland ist gescheitert, weil es mit den islamischen Verbänden in Grundsatzfragen keinen Konsens gibt“, erklärte der Schriftsteller unlängst auf der „Kritischen Islamkonferenz“ in Köln.

Wie zum Beweis lieferte die staatliche türkische Religionsbehörde Diyanet, die auch die Imame in dem türkischen Moscheen Deutschlands entsendet, zwei für Muslime verbindliche religiöse Leitfäden, die den kritischen Betrachter an die Anfänge der islamischen Revolution im Iran und Afghanistan erinnern. So heißt es zum staatlich geförderten Frauenbild in der Türkei, dass Frauen in der Öffentlichkeit kein Parfüm benutzen und Kontakte mit fremden Männern vermeiden sollten, weil der Prophet Mohammed solches Verhalten als „unmoralisch“ bezeichnet habe.

Unter dem Titel „sexuelles Leben“ wird den Frauen empfohlen, sich sorgfältig zu verhüllen, um ihren Körper nicht Fremden zu zeigen. Ehebruch sei bereits ein unziemliches Wort, ebenso ein Blick, denn es gebe den „Ehebruch der Zunge, des Mundes, der Hand, des Fußes und des Auges“.

Wenn eine Frau und ein Mann in einem Raum allein sind, so heißt es im Text, dann ist der Dritte im Raum der Teufel. Und das sei ein Problem, denn „Keuschheit und Ehre sind untrennbar“ und es gäbe kein Mittel gegen „befleckte Ehre“. Ein besonders folgenschwerer Satz, denn die „befleckte Ehre“ ist der Grund für jeden Ehrenmord.

Eine zweite Anregung der staatlichen Religionsbehörde will die regierende islamistische AKP bereits in einer Gesetzesinitiative umsetzen und den Kauf von Alkohol schwieriger machen. Ein neues Gesetz soll die in der Türkei beliebte Bestellung von Alkoholika über das Telefon oder Internet und deren anonyme Lieferung verbieten: Wer Bier, Wein oder das Landesgetränk Raki trinken will, muss in einem Laden einkaufen, der über die entsprechende Lizenz verfügt.

Die neuen Bestimmungen verbieten auch Werbung für Alkohol, Alkoholhersteller dürfen nicht mehr als Sponsoren auftreten, Geschäfte keine Reklamepreise mehr für Alkoholika ausschreiben und Alkohol darf nicht als Preis bei Gewinnspielen vergeben werden.

Dass es der AKP dabei nicht nur um gesundheitliche Fürsorge geht, beweist eine eigentümliche neue Bestimmung: Alkohol darf auch nicht mehr in den traditionellen Silvester-Geschenkpaketen enthalten sein.

Ebenfalls verboten wird auch das offene Ausschenken von Wein oder sonstigem Alkohol im Glas, wie das in kleinen Läden und Imbissstuben bisher erlaubt war.

Die erste Auswirkung der neuen religiösen Verordnungen bekam ausgerechnet die türkischstämmige SPD-Abgeordnete Dilek Kolat bei einem Besuch einer SPD-Deligation in Instanbul zu spüren. Mit Hinweis auf ihre Herkunft wurde ihr im Hotel ein Glas Wein verwehrt, nicht aber ihren Kolleginnen.

Hierzu erklärt der pro Köln-Vorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht: „Die Türkei befindet sich offenbar tatsächlich auf dem Weg zum islamistischen Gottesstaat. Nur multikulturelle Träumer können dies negieren. Die AKP ist und bleibt eine gefährliche islamistische Vereinigung. Selbst der ‚Kölner Stadtanzeiger’ mußte unlängst zugestehen, daß der Einfluß der türkischen Regierung auf die in der türkisch-islamischen Union Ditib organisierten Moscheevereine in Deutschland offenbar weit größer als bisher angenommen ist. Laut einem Bericht des ‚Kölner Stadt-Anzeigers’ bestimmen Beamte der türkischen Religionsbehörde Diyanet den Vorstand der in Köln ansässigen Ditib. Die Vereinssatzung der Ditib sehe vor, daß sich nur solche Kandidaten zur Wahl stellen dürfen, die ein Beirat vorschlagen hat. Vorsitzender dieses Beirats, dessen Aufgabe es unter anderem auch ist, den Vorstand ‚in allen wichtigen Angelegenheiten’ zu beraten, ist der Präsident der türkischen Religionsbehörde, Ali Bardakoglu. Jeder weitere Moscheebau verfestigt daher die Parallelgesellschaft und stärkt letztendlich den islamistischen Extremismus. Als engagierte Demokraten müssen wir die Werte unseres Grundgesetzes gegenüber der islamistischen Herausforderung verteidigen.“

 

 
 
 

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