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4. Juni 2008:

Doppelmoral und Heuchelei

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Lale Akgün gehört zu den aggressivsten Befürwortern des Baus einer repräsentativen Groß-Moschee der türkisch-islamischen Union DITIB in Ehrenfeld. Falls dieses Großprojekt, das die DITIB in Deutschland massiv stärken und legitimieren würde, tatsächlich umgesetzt werden sollte, gäbe es eine kleine Handvoll Kölner, die sich „rühmen“ könnten, dafür die Verantwortung zu tragen. Das sind: Die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD, Grünen und FDP im Kölner Stadtrat, Oberbürgermeister Fritz Schramma, der Ehrenfelder Bezirksbürgermeister Josef Wirges - und Lale Akgün, die sich als Bundestagsabgeordnete überregional für die Interessen der DITIB engagiert hat.

Ausgerechnet Frau Akgün äußert nun in denkbar heuchlerischer Form Kritik an der DITIB. Sie verlangt eine Distanzierung der türkisch-islamischen Vereinigung von der Religionsbehörde in Ankara, die von türkischen Frauen – auch von denen, die in Deutschland leben – züchtige Bekleidung im Sinne der Vorschriften des Koran, den Verzicht auf Flirts, Parfum und eine eigene berufliche Karriere sowie auf Reisen ohne männliche Begleitung verlangt. Sowohl die DITIB, als auch die von der streng-islamischen AKP getragene türkische Regierung geben den Frauen eine Orientierung an den Geboten des Koran auf.

Dies indessen ist ebensowenig neu wie die enge Anlehnung der DITIB an die Interessen und politisch-religiösen Vorgaben der Regierung in Ankara. Lale Akgün wußte, als sie ihr Engagement für die Groß-Moschee aufnahm, ganz genau, daß es sich bei der DITIB um eine Organisation handelt, die von der türkischen Regierung gegründet worden ist. Ihr war klar, daß diese Regierung es nicht gern sieht, wenn sich Frau Akgün ohne männliche Begleitung von ihrer Wohnung über eine Distanz entfernt, die größer ist als jene Strecke, die eine Kamelkarawane an einem Tag zurücklegen kann. Innerhalb des islamischen Koordinatensystems mag eine Diskussion zulässig sein über die Frage, ob bei der Definition dieser Strecke die Besonderheiten des Kölner Straßenverkehrs, der die Karawane vor gewisse Herausforderungen stellen dürfte, zu berücksichtigen sind oder der Einfachheit halber die Reiseverhältnisse im mediterranen Raum vor 500 Jahren als Maßstab herangezogen werden dürfen. Daß indessen kein gläubiger Moslems die insgesamt unislamische Lebensweise der Frau Akgün gutheißen kann, war der Dame bereits klar, bevor sie sich stark gemacht hat für ein Islamisierungsprojekt, in dessen Rahmen für viele tausend muslimische Frauen in Köln Anforderungen zementiert werden, die nicht ins 21. Jahrhundert passen.

Wer die Gleichberechtigung von Mann und Frau behauptet, muß den Großmoschee-Bau ablehnen. Weil Lale Akgün nicht bereit ist, diese von der Vernunft gebotene Konsequenz zu ziehen, ist sie mit ihrem gesamten übrigen politischen Programm unglaubwürdig geworden.

 

 
 
 

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