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15. Mai 2008:

Komaschläger zeigt keine Reue

Der lasche Umgang der Justiz mit Verbrechern, eine eingeschüchterte Polizei, die in bestimmten multi-kulturellen Problemvierteln den Kampf um die Verteidigung von Recht und Gesetz aufgegeben zu haben scheint, vor allem aber Politiker, die sich weigern, das Problem der ausufernden Gewaltkriminalität auf die Tagesordnung der öffentlichen Diskussion zu setzen, schaffen für Straftäter ein Klima, in dem sie mit großem Selbstbewußtsein vor den Richter und die Öffentlichkeit treten können. Das wurde gestern auch beim Prozeßauftakt um den „Komaschläger“ von Ostheim und die Jugendgang „The New Generation of Gernsheimer“ sichtbar.

Wenden wir uns zunächst dem Opfer zu. Waldemar S. hatte, bevor er in Ostheim zusammengeschlagen wurde, eine Feier früher verlassen, weil er am nächsten Tag pünktlich zu einem Vorstellungsgespräch erscheinen wollte. Er war mit den vier Kindern seiner damaligen Lebensgefährtin unterwegs, die mit ansehen mußten, wie er ins Koma geprügelt wurde. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ beschreibt heute treffend, was aus dem Arbeitslosen geworden ist:

„Mit apathischer Miene sitzt der ehemalige Ford-Vorarbeiter seiner Schwester gegenüber und sagt kein Wort. Die Folgen des Überfalls haben Waldemar S. gezeichnet, er ist ein gebrochener Mann. Nach Einschätzungen seiner Ärzte wird S. ‚nie wieder richtig gesund’; er hatte nach dem Überfall vier Wochen im Koma gelegen. In den medizinischen Gutachten ist von ‚hirnorganischen Dauerschäden’ die Rede. ‚Mein Mandant hat kein Gedächtnis mehr. Er weiß nichts mehr, kann sich an nicht das Geringste erinnern, er hat alles vergessen’, beschreibt Anwalt Bernd Neunzig ‚die Katastrophe eines zerstörten Lebens’. Entsprechend kurz ist der Zeugenauftritt des Opfers, Waldemar S. kann zum Ablauf des Geschehens nichts Erhellendes beitragen.“

Der jetzt 18jährige mutmaßliche Haupttäter, dem die Presse das Pseudonym Erdinc S. gegeben hat, hielt es bislang nicht für nötig, sich mit einem Wort des Bedauerns an sein Opfer zu wenden. Das kann man allerdings auch positiv deuten: Er erspart allen Beteiligten damit zumindest einen Akt der Heuchelei. Sein Auftritt vor Gericht hinterläßt jedenfalls nicht den Eindruck, daß eine Äußerung wie z.B. „Es tut mir Leid!“ aus seinem Mund eventuell ehrlich gemeint sein könnte. Erdinc S. ist der Größe, ihm und der Gang, den „Gernsheimern“ der „neuen Generation“, gehört die Straße!

Der einer ausländerfeindlichen Tendenz gewiß unverdächtige „Stadt-Anzeiger“ beschreibt den Auftritt des S. vor Gericht sehr treffend:

„Gepflegtes Äußeres, athletische Figur, wacher Blick - so nimmt Erdinc S. im Gerichtssaal Platz und gibt dem Vernehmen nach zu Prozeßbeginn seine Sicht des Geschehensablaufes wieder: Keineswegs sei es so gewesen, daß er Waldemar W. (44) an Weiberfastnacht 2007 mit einem gezielten Fausthieb so schwer verletzte, daß dieser mit dem Kopf gegen eine Telefonzelle fiel und bewußtlos zu Boden ging. Vielmehr sei das Ganze ein ‚Unglücksfall’, der ihm leid tue, denn eigentlich habe er nur ‚einen Streit zwischen den anderen schlichten wollen’. Er, S., habe das Opfer wohl eher ‚geschubst’ und auch habe er nicht mit der Faust, sondern ‚nur’ mit der bloßen Hand eine Ohrfeige ausgeteilt. Geschlagen oder geschubst, geschlichtet oder angegriffen - die Versionen über den Tatablauf gehen offensichtlich auseinander. In dem auf drei Tage angesetzten Prozeß mit mehr als 30 Zeugen ist also noch erhebliche Aufklärungsarbeit angesagt.“

In der Cafeteria wird nach der Vernehmung getuschelt. Ein Ostheimer Bürger glaubt Erdinc S. kein Wort und macht einen Vorschlag, wie mit ihm verfahren werden sollte: „Einsperren und den Schlüssel wegwerfen!“

Die Justiz dagegen geht rücksichtsvoll mit dem Tatverdächtigen um, dessen Name nicht öffentlich bekanntgegeben, sondern nur mit den Initialen abgekürzt wird. Weil er zur Tatzeit noch nicht volljährig war, findet die Verhandlung unter Ausschluß der Öffentlichkeit vor einem Jugendrichter statt. Daß er dem Opfer nach Polizeiangaben 50 Euro geraubt hat, dürfte seine Argumentation, er habe lediglich einen Streit schlichten wollen, allerdings nicht unbedingt als glaubwürdig erscheinen lassen.

Justizkenner prognostizieren, Erdinc S. habe gute Chancen, mit ein paar Sozialstunden davon zu kommen. Da sich Waldemar S. an den Vorgang nicht mehr erinnern kann und S. die Tat bestreitet, müssen die vier Kinder als Zeugen vernommen werden. Ihnen bleibt nichts erspart!

Pro Köln sagt klipp und klar: Erdinc S. und Seinesgleichen müssen mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden. Die einzige Sprache, die dieser Menschenschlag versteht, ist Härte! Angesichts der dramatischen Folgen der Tat laufen Milde und Verständnis (= Sozialstunden statt Knast) auf eine unverdiente Verhöhnung des Opfers hinaus und laden Nachahmungstäter regelrecht ein. Wer jetzt fordert: „Wehret den Anfängen!“, der verharmlost die Situation. Denn das Ausufern der Gewaltkriminalität ist in Köln bereits viel zu weit fortgeschritten, als daß da noch von Anfängen die Rede sein könnte. Es gilt längst, einen Flächenbrand einzudämmen!

 

 
 
 

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