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30. Juni 2008:

Jüdisches Museum: Und plötzlich sind alle dagegen

Wie sich die Stimmungslagen in der Kölner Kommunalpolitik doch verändern können! Bis vor wenigen Wochen noch waren die Fronten klar: Pro Köln, die Anwohner vor Ort und ein nie genau gemessener, aber doch offenbar erheblicher Teil der Gesamtbevölkerung unserer Stadt lehnte die Bebauung des Rathausvorplatzes mit dem riesigen Klotz eines Museums der jüdischen Geschichte und Kultur ab. Die Rathausparteien, allen voran Oberbürgermeister Fritz Schramma, befürworteten das Projekt. Doch dann kippte die Stimmung. Und zwar genau in dem Moment, in dem die Sache konkret wurde.

Das Architekturbüro Wandel Hoefer, Lorch & Hirsch setzte sich mit einem wuchtigen Entwurf für das Großprojekt durch. Die Planer lieferten eine Skizze des künftigen Rathausvorplatzes ab, die offenbar den Fehler hatte, zu gut zu sein. Das heißt: Sie ist zu realistisch. Plötzlich fällt es den politischen Verantwortlichen wie Schuppen von den Augen: So also soll unser Rathausvorplatz in Zukunft aussehen? Da wird einem ja ganz anders!

Prompt setzte sich Fritz Schramma an die Spitze der Gegenbewegung und fiel um: Der Entwurf sage ihm nicht zu, ließ der Oberbürgermeister verlauten. So solle nun doch nicht gebaut werden.

Falls dieses Wort des Oberbürgermeisters das letzte in der Sache sein sollte – was es aber nicht sein muß, da ja Schramma keine eigene Mehrheit im Stadtrat hat –, stellt sich die Frage: Wie geht es weiter?

Naheliegend wäre es, den Rathausvorplatz frei zu lassen und das Museum auf dem Gelände des ehemaligen Kaufhauses Kutz zu errichten. Dieser Schandfleck neben dem Rathaus bietet sich für eine Museums-Bebauung regelrecht an. Eine entsprechende Planung müßte allerdings mehr oder weniger bei Null anfangen. Denn das Gelände ist völlig anders zugeschnitten und ausgerichtet als der Rathausvorplatz – die Früchte der bisherigen Planungsbemühungen kämen nicht einmal als erster Schritt in Richtung Neuplanung in Frage. Sie müßten verworfen werden. Welch eine Verschwendung menschlicher Kreativität und Arbeitskraft!

Solche Vorgänge sind für die Kölner Kommunalpolitik typisch. Fehler werden frühestens dann eingestanden, wenn sie sich nicht mehr wegdiskutieren lassen. Oder gar nicht, wie im Falle des Baus der neuen Messehallen in Deutz, über den Schramma noch in der vergangenen Woche verharmlosend sagte: „Es gibt keinen Messeskandal“.

Aber eine Fehlplanung bei Museumsbau gibt es scheinbar doch. Pro Köln wird jetzt im Rat und in der Bezirksvertretung Innenstadt am Ball bleiben, um die Verschandelung des Rathausvorplatzes zu verhindern!

 

 
 
 

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