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23. Mai 2008:

Polit-Funktionäre wollen Groß-Moschee durchpeitschen

Die erste Initiative zum Bau einer repräsentativen Groß-Moschee in Köln ging nicht von den Kölner Moslems aus, sondern von weltfremden deutschen Polit-Funktionären. Der Stadtrat faßte 1996, also vor nunmehr 12 Jahren, einen ersten entsprechenden Beschluß. Alle Kölner Moslems sollten sich zusammenschließen und die Domstadt um eine repräsentative Moschee mit Kuppel und Minarett „bereichern“, lautete die von SPD, CDU, FDP und Grünen ausgegebene Parole.

Dummerweise gibt es „die“ Moslems nicht. Das hat unsere hochbezahlte und allseits gebildete politische „Elite“ leider übersehen. Die moslemischen Teilnehmer der entsprechenden Gesprächskreise hatten sich wechselseitig nicht allzu viel zu sagen. Denn sie sind zum einen anhand der Nationalität zu unterscheiden, und zwar nach Arabern, Persern und den Angehörigen der Turkvölker. Die sind sich untereinander nicht immer grün. Das konnte im Rathaus selbstverständlich niemand ahnen …

Und dann gibt es da auch noch den kleinen aber feinen Unterschied zwischen Schiiten und Sunniten. Der ist zwar auf der theologischen Ebene nicht der Rede wert, hat sich aber politisch verselbständigt und beispielsweise im Irak seit dem Sturz Saddam Husseins bereits einige zehntausend Todesopfer gefordert. Unsere städtische politische Klasse ist international mit einer Unkenntnis, die sie hat glauben machen, Schiiten und Sunniten könnten in ein- und derselben Kölner Groß-Moschee beten und ihren Konflikt beilegen, in erstklassiger Gesellschaft. Der ehemalige US-Diplomat Peter Galbraith hat kürzlich öffentlich gemacht, daß auch Georg Bush wenige Monate vor dem Angriff seiner Truppen auf den Irak von diesem Unterschied noch nichts gehört hatte.

Völlig unerwartet lief der von oben, aus dem politischen Apparat heraus blind und dumm zusammengewürfelte „Trägerverein Kölner Zentralmoschee“ auseinander. Statt dessen nahm die türkisch-islamische Union DITIB dankbar den Ball an, den ihr die Politfunktionäre aus dem Rathaus zugespielt haben. Sie plant nun den Bau einer rein türkischen Moschee und die Herausbildung einer Infrastruktur, die aus Ankara ferngesteuert wird. Das war zwar zunächst von den eigentlichen Initiatoren des Großmoschee-Projektes so nicht beabsichtigt, wird aber mittlerweile mangels Alternative nicht nur akzeptiert, sondern geradezu hysterisch beklatscht.

An Peinlichkeit nicht zu überbieten ist in diesem Zusammenhang eine hier verlinke Internetveröffentlichung der Kölner FDP. Da haben sie nun 12 Jahre lang gegen den Willen der Mehrheitsbevölkerung und wider alle Vernunft den Bau einer Groß-Moschee vorangetrieben und sind immer wieder gescheitert – bislang ist noch nicht einmal der Bebauungsplan geändert worden, so daß der Bauantrag der DITIB nicht genehmigungsfähig ist -, und dann schreiben sie Sätze wie: „Die Ditib-Moschee in Ehrenfeld wird sicher zu einem Hingucker und zu einer neuen Sehenswürdigkeit Kölns werden, auf die die Kölnerinnen und Kölner stolz sein werden.“ Daß neben Fragen der Architektur vielleicht auch solche nach der Islamisierung unserer Heimatstadt Köln von Bedeutung sein könnten, kommt jenen Polit-Funktionären, die solche Äußerungen tun, offenbar überhaupt nicht in den Sinn.

Unsere politische Klasse hat mit dem Reich Gottes eines gemeinsam: Sie ist nicht von dieser Welt. Ihre Neigung, sich eine Operetten-Realität zu schaffen, trägt Züge einer Realsatire. Dumm ist nur, daß wir alle gemeinsam ausbaden müssen, was uns eine Handvoll Traumtänzer eingebrockt haben!

 

 
 
 

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