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27. November 2009:

Die Schöne und das Biest“

NRW-Integrationsminister Armin Laschet (CDU) verweigert sich bei Buchvorstellung jeglicher Diskussion und verliert völlig die Fassung

Es begann wie im Märchen am gestrigen Abend in der Mayerschen Buchhandlung in Köln auf der Schildergasse. Eine junge Sängerin der Folkwang-Musikschule in Essen trug zu Beginn der Vorstellung des Buches „Die Aufsteigerrepublik: Zuwanderung als Chance“ von Armin Laschet die Lieder „Die Schöne und das Biest“ und „Fly me to the stars“ vor. Was dann folgte, war von der märchen- und traumdurchwebten Stimmung der beiden Lieder völlig durchsetzt.

Im Gespräch mit der türkischstämmigen Journalistin Hatice Akyün erörterte der als Inbegriff der politischen Mittelmäßigkeit bekannte Minister seine Beweggründe zum Schreiben des Buches. Er finde es schade, dass das große Potential der Zuwanderer nicht ausgeschöpft werde und sie durch den deutschen Staat nicht genug Förderung erfahren würden. Ähnlich wie in seinem kürzlich in der Phönix-Sendung „Unter den Linden“ geführten Gespräch mit dem Publizisten Henryk M. Broder glänzte er dabei durch Fahrigkeit und Nervosität. Nachfragen von interessierten Bürgern zu seiner Haltung zum Islam bügelte der sichtlich erregte Minister rundheraus ab. Mit hochrotem Kopf und geballten Fäusten äußerte er, dass er nicht diskutieren sondern lediglich aus seinem Buch vorlesen wollte. Fehlten dem Minister etwa Argumente?

Auch gab sich Laschet keine Mühe, seine ablehnende Haltung gegenüber den Leistungseliten unseres Landes zur Schau zu stellen. Insbesondere kritisierte er die mangelnde Durchlässigkeit der deutschen Klassengesellschaft und sprach sogar von einer „zementierten Gesellschaft.“ Das müsse dringend verändert werden und gerade den Zuwanderern sollte niemand die Möglichkeit des Aufstieges verstellen. So sieht er also aus, der Traum eines angeblichen CDU-Ministers von der klassenlosen Multi-Kulti-Gesellschaft.

Die Veranstaltung endete wie sie begonnen hatte: märchenhaft. Zwar wurde weder klar, wer die Schöne und das Biest war, allerdings kann abschließend festgestellt werden, dass sich Akyün und Laschet ganz nah bei den Sternen befunden haben, weit weg von jeglicher Realität. Schönreden kann ja so schön sein.

 

 
 
 

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