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12. Dezember 2005:

Journalistischer Amoklauf

Einem regelrechten journalistischen Amoklauf gleicht der heutige Bericht im „Stadt-Anzeiger“ über die Verleihung eines mit 5.000 Euro dotierten Preises an die Initiative Rom e.V., die ein uneingeschränktes Bleiberecht für Landfahrer aus ganz Europa in Deutschland fordert. Hintergrund der hohen Attraktivität, die Deutschland als Zufluchtsort für Roma und Sinti aus anderen europäischen Ländern hat, sind die vergleichsweise hohen Sozialleistungen, die den Zugereisten bei uns zuteil werden. In Rumänien oder auf dem Balkan sind die Landfahrer meist wirtschaftlich sehr schlecht gestellt. Wer will ihnen verdenken, daß sie ihre persönliche wirtschaftliche Situation zu verbessern suchen und deshalb nach Deutschland kommen wollen?

Indessen dürfte ein Aufenthaltsrecht für alle europäischen Landfahrer in Deutschland das Leistungsvermögen der hiesigen Sozialkasse schnell sprengen. Solche Pläne sind schlicht nicht finanzierbar. Also muß der Verweis auf das Dritte Reich her, um das unmögliche doch irgendwie möglich zu machen. Wer versucht, dem mit sachlichen Argumenten zu begegnen, wird als potentieller Massenmörder hingestellt. Dazu passend zitiert der „Stadt-Anzeiger“ Kurt Holl von Rom e.V. mit dem Satz: „Heute existieren immer noch die gleichen Vorurteile, die zum Holocaust geführt haben.“ Ende der Diskussion. Nachgeschoben wird noch der Hinweis auf die „Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten“, um aktuelle politische Forderungen zu untermauern.

Plakativer und offensichtlicher kann der politische Mißbrauch eines historischen Geschehens wohl nicht betrieben werden. Die Argumentation von Ulrike Walden und Kurt Holl bewegt sich nahe an der Grenze zur Paranoia. Oder geht es etwa nur darum, zynisch die Opfer des NS-Regimes zu mißbrauchen, um Kasse zu machen? „Wir können das Geld sehr gut gebrauchen“, freut sich Holl über die Verleihung des Bilz-Preises.

Sicher, Herr Holl, Geld können wir alle gut brauchen. Da schadet es nicht, kurz vor Weihnachten kräftig auf die Tränendrüse zu drücken, nicht wahr? „Wer sich umdreht oder lacht, wird ins dunkle Loch gebracht“, haben wir einst als Kinder gereimt. Aber es fällt schwer, sich auf Ihre Dreistigkeit noch einen Reim zu machen, Herr Holl! Das haben die Opfer des NS-Regimes wahrlich nicht verdient!

 

 
 
 

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