Asylpolitik auf dem Rücken unserer Kinder
Aus den Veedeln, Köln aktuell / Donnerstag, 24.September.2015

Asylpolitik auf dem Rücken unserer Kinder

Die Stadt Köln und die sie dabei stützenden Altparteien fällen immer mehr Entscheidungen in der Asylpolitik auf dem Rücken unserer Kinder. Erst dieser Tage erreichten PRO KÖLN die Hilferufe betroffener Schüler und Eltern aus der Förderschule Kolkrabenweg in Ehrenfeld und aus dem Nicolaus-August-Otto-Berufskolleg in Deutz. Während in dem Berufskolleg für Auszubildende und Umschüler bereits Werkräume und die Turnhalle für die Unterbringung von Asylbewerbern zweckentfremdet wurden, steht dies der Förderschule Kolkrabenweg wohl unmittelbar bevor. Die Verunsicherung unter der Elternschaft und den Kindern mit besonderem Förderbedarf ist entsprechend groß. Niemand weiß etwas genaues. Welche Räume sind betroffen? Was für Personengruppen werden da künftig Tür an Tür mit besonders schutzbedürftigen Jungen und Mädchen untergebracht sein? Auch die Anwohnerschaft ist in großer Besorgnis, die aber auch mit wachsendem Ärger verbunden ist: Besonders “Denk- und Sprechverbote” werden bei diesem Thema beklagt. “Es trauen sich die Leute doch nur noch hinter vorgehaltener Hand kritische Fragen oder Bedenken zu äußern, weil man sonst gleich als Ausländerfeind gilt …”

Während dessen wird in Verwaltung und etablierter Politik unverdrossen das Mantra “Wir schaffen das!” wiedergekäut. Selbst bei einem speziellen Informationsgespräch zwischen Verwaltung und Ratspolitik, das heute auf Einladung von Stadtdirektor Guido Kahlen im Historischen Rathaus stattfand, sorgten kritische Nachfragen des PRO-KÖLN-Ratsmitglieds Markus Wiener für hyperventilierende Ratskolleginnen.

Markus Wiener

Markus Wiener

“Man will einfach nicht hören, geschweige denn zugeben, dass Verwaltung und Hilfsorganisationen spätestens seit der Drehscheibe am Flughafen und der Zeltstadt in Chorweiler am Limit arbeiten und bald nur noch eingeschränkt anderweitig handlungsfähig sein könnten, weil man einen so außergewöhnlichen Kräfteeinsatz natürlich nicht auf Dauer kompensieren kann”, so Ratsherr Wiener im Anschluss an die Sitzung.

“Stattdessen verbreitet man sture Durchhalteparolen und traurig-schöne Geschichten fürs Herz. Wenn man vernünftigerweise aber wissen will, wie viel junge Männer am Flughafen ohne jede Registrierung plötzlich vom Radar der deutschen Behörden verschwinden, bevor es mit den Bussen weiter geht, dann wird sofort empört ‘Menschenrechte’ dazwischen gerufen. Wo bleibt hier das Recht der einheimischen Bevölkerung auf Sicherheit? Wer um Himmels Willen ist so nachlässig, nicht die Gefahr des unerkannten Einsickerns von Kriminellen, Islamisten oder gar Terroristen zumindest als Möglichkeit in Betracht zu ziehen? Wo bleibt insgesamt der rechtstaatliche Anspruch auf Durchsetzung von Regeln und Gesetzen?  Stadtdirektor Kahlen gab zumindest zu, dass jede Nacht an der Drehscheibe am Flughafen mehrere Dutzend Personen gut organisiert und ohne jede Registrierung an den deutschen Behörden vorbei alleine weiter reisen würden. Ziel unbekannt. Dies sei aber nichts Ungewöhnliches, man kenne das von den anderen Verteilzentren in Deutschland und ergreife daher keine Maßnahmen gegen solche Absetzbewegungen. Na, wenn das nicht ungemein beruhigt!”

Auch noch ein Thema heute im Rathaus: Wird die Zeltstadt in Chorweiler wirklich am 31. Januar wieder wie versprochen geschlossen? Keiner weiß es, Stadtdirektor Kahlen wollte keinerlei Gerüchte hierzu bestätigen oder dementieren. Wird das Nachfolge-Containerdorf außerhalb Chorweilers deshalb vielleicht sogar parallel zur Zeltstadt in Betrieb genommen? Ebenfalls keine Antwort, dafür aber ein trotziger “Ja-und-wenn schon”-Zwischenruf einer gutmenschlich bewegten Ratskollegin …

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