Köln aktuell / Dienstag, 1.Juli.2014

Friedrich Merz, die CDU und Gereon Breuer als „Kronzeuge gegen PRO KÖLN“

Der feine Herr Breuer ...

Der feine Herr Breuer …

Am Montag hatte der Hauptbelastungszeuge der Staatsanwaltschaft im PRO-KÖLN-Betrugsprozess, der ehemalige PRO-KÖLN-Referent Gereon Breuer, seinen großen Tag, nachdem er sich vor einem Monat der Vernehmung entzogen hatte und mit 500 Euro Ordnungsgeld belegt worden war.  Neben seinen altbekannten Unterstellungen, enthüllte der Ex-CDU-Funktionär Breuer gestern im Landgericht Köln auf Nachhaken der Verteidigung Erstaunliches:

Während all seiner Jahre bei PRO KÖLN hätte er gleichzeitig Kontakt zu verschiedensten CDU-Funktionsträgern bis hinauf in den CDU-Bundesvorstand gepflegt, so Breuer gestern im Zeugenstand. Den Rat zu seiner Aussage gegen PRO KÖLN hätte ihm der ehemalige CDU-Bundestagsfraktionsvorsitzende Friedrich Merz persönlich gegeben. Der (ehemalige?) Siegener CDU-Funktionär Breuer kannte nach eigenem früherem Bekunden den Sauerländer Friedrich Merz bereits aus der Zeit vor 2009 recht gut.

Bezüglich seiner sonstigen CDU-Kontakte während seiner aktiven PRO-KÖLN-Zeit gab sich der Zeuge Breuer dagegen zugeknöpft. Namen wolle er nicht nennen, auch zu den näheren Details der Kontaktpflege und den Gesprächsinhalten zeigte Breuer auffallend viele „Gedächtnislücken“. Immerhin soviel konnte man dem sonst so redefreudigen und vorgeblich gedächtnisstarken Zeugen entlocken: Er könne nicht ausschließen, dass sich unter seinen CDU-Kontakten auch Politiker und Persönlichkeiten mit staatlichen Ämtern befinden würden.

Eingeschleustes „U-Boot“ der CDU oder überheblicher Märchenonkel mit gewisser “Staatsnähe”? Oder eine Mischung aus Beidem? Diese Fragen in Bezug auf Gereon Breuer dürften sich gestern wohl einige Prozessbeobachter gestellt haben. Für die U-Boot-Variante spricht zumindest, dass Breuer sogar während seiner Funktionärstätigkeit bei PRO KÖLN und PRO NRW regelmäßig exklusive Veranstaltungen der Bundesakademie für Sicherheitspolitik besuchen konnte, wie gestern im Zeugenstand bekannt wurde. Ebenso ist es schon  mehr als erstaunlich, dass Breuer als frisch „geläuterter Rechtsextremist“  bereits jetzt wieder auf Studienreisen der Bundeszentrale für politischen Bildung mit hochrangigen Vertretern öffentlicher und privater Medienanstalten und sonstigen Persönlichkeiten des politisch-medialen Establishments unterwegs sein kann, wie ebenfalls bereits in diesem Prozess an die Öffentlichkeit kam.

Die Verteidiger der PRO-KÖLN-Angeschuldigten werden auf jeden Fall noch weiter nachfassen und am 7. Juli die Befragung des völlig unglaubwürdigen „Kronzeugen“ der Staatsanwaltschaft fortführen. Zudem wurde bereits ein Beweisantrag bzgl. der Glaubhaftigkeit und Glaubwürdigkeit von Gereon Breuer angekündigt.

 

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