Köln aktuell / Mittwoch, 28.Mai.2014

PRO-KÖLN-Prozess: “Kronzeuge” der Staatsanwaltschaft von Polizei verhaftet

Gereon Breuer

Gereon Breuer

Die Glaubwürdigkeit des Hauptbelastungszeugen Gereon Breuer im PRO KÖLN-Prozess wegen angeblich zu Unrecht erhaltener Sitzungsgelder, ist heute auf einen neuen Tiefpunkt gesunken, bevor der ehemalige Siegener CDU-Funktionär überhaupt noch ein Wort sagte. Gereon Breuer wurde heute im Haus seiner Eltern in Wilnsdorf verhaftet und von der Polizei beim Landgericht Köln vorgeführt, nachdem er erneut in seiner angeblichen Kölner Wohnung in der Innenstadt nicht auffindbar war.  Breuer, der noch bis Ende Juni ein Mandat in der Kölner Bezirksvertretung Chorweiler bekleidet und folglich seinen Lebensmittelpunkt eigentlich in Köln haben müsste, war bereits in den vergangenen Wochen trotz mehrmaliger Polizeibesuche niemals in seiner angeblichen Kölner Wohnung angetroffen worden. Bei einer Sichtung heute morgen um 6.30 Uhr stellte die Polizei laut Vorsitzendem Richter zudem fest, dass die angebliche Wohnung des dubiosen “Kronzeugen” der Staatsanwaltschaft Köln einen nur “spärlich benutzten” Eindruck machte.

Gegen Mittag schließlich von Polizeibeamten von Wilnsdorf nach Köln ins Gericht verbracht, wurde der Auftritt von Breuer umso merkwürdiger. Ausgerechnet er als Hauptbelastungszeuge der Staatsanwaltschaft, auf den sich die ganze Anklage wegen angeblich “bandenmäßigen Betrug” stützt, forderte umgehend einen Anwalt als “Zeugenbeistand” an. Dreist leugnete Breuer auch, eine Ladung erhalten zu haben. Ebenso kündigte er an, dass er beim nun anvisierten Vernehmungstermin am 17. Juni nicht anwesend sein könnte, weil er - der ehemalige “Rechtsextremist” - mit der Bundeszentrale für Politische Bildung auf Studienreise in Albanien sei. Sachen gibt’s!

Den Vorsitzenden Richter beeindruckten die arroganten Einlassungen des von der Polizei Vorgeführten bisher nicht. Die Ladung auf den 17. Juni bleibt vorerst bestehen, bis Breuer verlässlich seine Verhinderung belegen kann.

Staatsanwalt Scherf hat nun zunehmend ein Problem mit seinem “Kronzeugen”, der als Schlüssel zu den bösartigen Vorwürfen gegen die vier PRO-KÖLN-Stadträte gilt. Ein Zeuge, der sich seiner Vernehmung entziehen will, dreiste E-Mails ans Gericht schreibt, dann prompt einen Anwalt dabei hat und womöglich seit Jahren betrügerisch Entschädigungszahlungen als Bezirksvertreter in Köln-Chorweiler bezogen hat, weil er in Köln offenbar gar nicht mehr seinen Lebensmittelpunkt hat.

Es bleibt also spannend, wenn dieser Zeuge endlich zur Sache vernommen wird und seine Märchen juristisch auf ihren Wahrheitsgehalt abgeklopft werden können. Politisch jedoch haben Breuer und seine eventuellen Hintermänner bereits einen Erfolg erzielen können: Denn der für PRO KÖLN enttäuschende Wahlausgang ist sicher auch auf die diese perfide Kriminalisierungsstrategie im Vorfeld des Wahltermins zurückzuführen. Wenn sich dann am Ende heraus stellt, dass alles falsch war, bleibt der politische Schaden für PRO KÖLN in den nächsten sechs Jahren trotzdem …

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