Zu Besuch in der Asyl-Zeltstadt in Chorweiler
Aus den Veedeln, Köln aktuell / Dienstag, 1.September.2015

Zu Besuch in der Asyl-Zeltstadt in Chorweiler

Markus Wiener

Als einziger asylkritischer Kölner Kommunalpolitiker schloss sich vergangenen Freitag der PRO-KÖLN-Ratsherr und Chorweiler Bezirksvertreter Markus Wiener auf Einladung des Regierungspräsidiums Köln einer offiziellen Besichtigungsdelegation in der neuen Asyl-Zeltstadt in Chorweiler an. Auf ehemaligen Parkflächen zwischen der Bezirkssportanlage und dem Aqualand ist dort bekanntlich in nur wenigen Wochen eine Zeltstadt für bis zu 1000 Asylbewerber entstanden, von denen die ersten 150 Personen jetzt bereits eingezogen sind.

Die Besichtigung ergab dabei das Bild hektischer und offensichtlich überstürzter Aktivitäten. Überall wurde am Freitag noch gehämmert und gearbeitet und das Areal machte noch keineswegs einen durchgängig bewohnbaren Eindruck. Auch die Form der Unterbringung - Frauen, Kinder, Männer, Moslems, Christen, verschiedenste Ethnien auf engstem Raum ohne wirkliche Abtrennungen - lässt Konfliktpotential nach innen und außen befürchten.

Von all dem wollten die Offiziellen an diesem Tag freilich nichts hören und wissen. Es gab nur die gewohnt beschwichtigenden Ausführungen und die demonstrativ zur Schau gestellte Freude über die “große Willkommenskultur” in Chorweiler. Ob diese von oben verordnete “Willkommenskultur” wirklich von allen Chorweilern geteilt wird? Eine ordentlich beworbene Bürgeranhörung zum Thema hat jedenfalls noch nicht stattgefunden und soll erst nachgeholt werden, wenn bereits alle Fakten geschaffen worden sind.

Auch die freudig angepriesene “große Spendenbereitschaft” einiger Bürger könnte sich schnell als Bumerang erweisen, wenn die gespendeten Kinderspielzeuge und sonstige Familienutensilien von den hauptsächlich jungen, männlichen, erwachsenen Asylbewerber verschmäht werden. Denn schon in vielen anderen Asylbewerbereinrichtungen hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass eher Smartphones und Datingmöglichkeiten statt Bobbycars und Windeln begehrt werden …

Auch die am Freitag begeistert vorgetragene Aussicht, dass die Zeltstadt natürlich in alle Richtungen offen sei und die Asylbewerber auch die Freizeit- und Erholungseinrichtungen der Umgebung, wie etwa den Fühlinger See oder das Aqualand nützen könnten, dürfte nicht bei allen Anwohnern auf ungeteilte Zustimmung stoßen. Wer weiß, wie sich die Dinge in und um die Notunterkunft in der Herkulesstraße herum entwickelt haben - und das bei nur einigen hundert Asylbewerbern - der kann sich ungefähr ausmalen, wie die Situation bei einer notdürftig errichteten Asyl-Zeltstadt mit bis zu 1000 Bewohnern in den Herbst und Wintermonaten eskalieren könnte.

Aber davon wollen etablierte Politik und Medien natürlich nichts wissen und PRO KÖLN ist wieder einmal der Buhmann, weil wir frühzeitig auf mögliche Gefahren und Fehlentwicklungen hinweisen. Hoffentlich mögen wir uns wenigstens diesmal geirrt haben!

Bilder von der Besichtigungstour des Regierungspräsidiums Köln:

 

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